Die Altzunftmeister

Innerhalb der Fröschenzunft treffen sich die Altzunftmeister mit ihren Partnerinnen zu regelmässigen, eigenen Veranstaltungen. Im Frühling ist der Hock meist mit einer Besichtigung eines Betriebes oder einer Sehenswürdigkeit in der näheren Umgebung verbunden. Ende Mai folgt der traditionelle Ausflug, dessen unbekanntes Ziel vom amtierenden Zunftmeister vorgeschlagen wird, wobei sich der Reiseleiter um die organisatorischen Details kümmert. Traditionell geworden ist im November die Metzgete, wo bei einem guten Mahl auch einmal über mögliche Zunftmeisterkandidaten gerätselt wird.

Nach einem Jahr läuft die Amtszeit des Zunftmeisters unwiderruflich ab. Er gibt seine Amtsinsignien anlässlich der Inthronisation seines Nachfolgers der Fröschenzunft zurück und wird zusammen mit seiner Partnerin in die Reihe der Altzunftmeister aufgenommen. Eingekleidet mit grünem Veston und Altzunftmeisterhut nehmen beide Platz bei den Vorgängern ein. Die engen Banden zur Zunft bleiben bestehen, die während des Zunftmeisterjahres geknüpften freundschaftlichen Verbindungen und Kontakte können weiterhin gepflegt werden.

Natürlich ist die Fasnachtszeit besonders wichtig, denn wer einmal vom Fasnachtsvirus erfasst worden ist, kommt nicht mehr davon los. Das Mitwirken an der Inthronisation, am Wagenbau, der Besuch befreundeter Fasnachtsgesellschaften und Zünfte, wie auch das Aufstellen der Frösche im Quartier Inwil-Arbach und das Aufhängen der Froschfahnen gehören zu den Freuden und Pflichten der Altzunftmeister. Und wenn die Fasnachtszeit vorüber ist, werden interessierte Jasserinnen und Jasser von nah und fern zur Teilnahme am öffentlichen Speckjass eingeladen, wo keiner der Mitspielenden ohne Preis bleibt.

Um all diese Tätigkeiten zu organisieren und durchzuführen, wählen die Altzunftmeister aus ihren Reihen einen Obmann. Dieser vertritt seine Kollegen im Zunftvorstand. Zusammen mit Kassier und Reiseleiter ist er bestrebt, den Altzunftmeistern frohe, fasnächtliche und freundschaftliche Aktivitäten anzubieten.