|
«Mit
dem Jahreswechsel begann die Bauzeit. Hätte ich die Baugruppe beim Ausführungsperfektionismus
nicht gebremst, wäre das U-Boot vermutlich Richtung Meer gezogen und ins
tiefe Wasser abgetaucht», schreibt der damalige Präsident Josef Zehnder
im Rückblick zum Jahr 1982.

Das
Kompliment hat beileibe keinen Seltenheitswert. Regelmässig erhält die
Baugruppe Lob und Anerkennung aus Baar, von der Fasnachtsgesellschaft als
Organisator des grossen Umzuges; aber auch in der Presse schneidet die
Eintageskunst der Ebeler Fröschenzunft immer sehr gut ab.

Erstklassige
Wagenbauarbeit hat im Ebel Tradition. Mit dem Atom‑Auto und der
Friedens-Geige für den ersten Umzug in Baar, im Jahre 1946, den die
Inwiler in eigener Regie organisierten, setzten sie bereits Qualitätsnormen.

Die
Zunftversammlung, Anfang Dezember auf dem Terminplan, nimmt jeweils von
den Zünftlern und Zünftlerinnen Sujet-Vorschläge entgegen. In Absprache
mit dem Vorstand der Fasnachtsgesellschaft Baar , einigt man sich auf ein
Thema. Zwischen Weihnachten
und Neujahr treffen sich die verantwortlichen Bauleute - derzeit wird die
Gruppe von Paul Langenegger geleitet - bei Clemens Röllin «im Rain», um
das Bild im Detail zu besprechen.

Wenn
dann Anfang Januar der Bauchef zur Mitarbeit ruft, kann er sich voll und
ganz auf die Zünftler und Zünftlerinnen verlassen.

Jeweils
am Mittwochabend und am Samstagnachmittag wird gearbeitet. Weil die Leute
in den letzten Jahren immer zahlreicher dem Ruf folgen, bleibt auch genügend
Zeit für Gemütlichkeit und Kulinarisches.

Wenn
das Fasnachtsbild nach zwei, im besten Fall drei Umzügen wieder in seine
Teile zerlegt wird, bleibt die berechtigte Frage, ob sich die vielen
Stunden Einsatz überhaupt gelohnt haben.

Für die Fasnachtsgestalter ist das keine Frage, denn, beim Einsatz fällt
nicht die Zahl der Abende oder Mittage, an denen gearbeitet wird ins
Gewicht, bedeutungsvoller ist bei diesem Werken und Gestalten die
Gemeinschaft, die hier beispielhaft gelebt und gepflegt wird.
Seitenanfang
Copyright
by Fröschenzunft Ebel
|